Führungsstil Glaubwürdigkeit – Part I

Ihre Glaubwürdigkeit ist ein gutes Instrument um Mitarbeiter zu guten Leistungen zu motivieren. Und auch die Durchsetzung von vielleicht ungeliebten oder unbequemen Anweisungen ist für eine als glaubwürdig angesehene Führungskraft einfacher.

Nun sollten Sie nicht versuchen um jeden Preis glaubwürdiger zu erscheinen – denn Schein kann trügen und wird irgendwann entlarvt. Sie sollten glaubwürdiges Handeln in den Mittelpunkt Ihrer Führungstätigkeit stellen!

Schritt 1 zur Glaubwürdigkeit – konsequentes Handeln

Ihre Mitarbeiter können erwarten, dass Sie Ihre Versprechen und eingegangene Verpflichtungen auch einhalten. Und auch, dass Ihre Aussagen und Ihr Handeln übereinstimmen. Das darf sicherlich nicht bedeuten, dass Sie Ihre Meinung, Ihre Pläne und Ihre Ziele nicht überdenken dürfen, allerdings sollte dies auch klar kommuniziert werden.

Das muss in kleinen Dingen wie Terminabsprachen genauso Gültigkeit haben, wie in der konsequenten Vermittlung von eigenen Leitbildern und der festgelegten Unternehmenskultur. Es zeugt von Inkonsequenz und Unglaubwürdigkeit, wenn Sie von Ihren Mitarbeitern Teamarbeit einfordern, selber aber relevante Entscheidungen ohne jegliche Rücksprache mit Ihrem Team treffen.

Schritt 2 – Berechenbarkeit am 22.01.2015 hier im Blog

Auch mal entspannt über Fehler reden!

Schnappatmung. Hoher Puls. Rotes Gesicht. Laune auf dem Tiefpunkt. Die stärksten negativen Schwingungen bekommt ein Mitarbeiter wohl dann zu spüren, wenn etwas schiefgelaufen ist. Die Kommunikation wird entweder lauter oder wird komplett eingestellt – und auch das Vokabular verändert sich.

Und wenn Sie Mitarbeiter nach ihrer größten Angst befragen, wird eine Antwort sicherlich sehr weit oben im Ranking stehen: „Ich habe Angst vor Fehlern!“

Und als Führungskraft darf ich mir auch ruhig mal die Frage stellen, ob meine Jubelphase bei einer gelungenen Aktion ebenso lang und intensiv ist, wie in der oben beschriebenen „Phase rot“!?

Auch mal entspannt über Fehler reden – Fehler dürfen gemacht werden! Sie sind immerhin eine Chance für den zukünftigen Erfolg. Sehen Sie Fehler als Teil des Verbesserungsprozesses.

Auch mal entspannt über Fehler reden – tiefentspannt. Die innere Mitte gefunden haben und eine große Portion Verständnis mit Ketchup aufbringen.

Menschen machen Fehler. Wo gearbeitet wird passieren Fehler. Je mehr wir arbeiten, desto mehr Fehler machen wir. Alles bekannte Sprüche und Aussagen, die sicherlich jede Führungskraft kennt. Einfache Weisheiten, die es zu beherzigen gilt.

Geben ist seliger als nehmen…

“Geben ist seliger als nehmen.” – heißt es schon im neuen Testament. Das geben (zu können) glücklicher machen könnte, als vorzugsweise nehmen (zu müssen), gar zu raffen, ist auch ohne Religion oder Wissenschaft recht offensichtlich. Aber im Kontext von Arbeitsalltag und Wirtschaftsleben? Da wird die Betrachtung und Beschäftigung durchaus spannend.

Kriegen wir nicht ständig gepredigt, dass die Eigennutzenmaximierung eine der beiden Säulen unserer Wirtschaft wäre? Und sind nicht diejenigen erfolgreicher, die Ihr Ego aufblasen und es vorne an stellen?

„Geben ist seliger als nehmen“ – dieser kleine Satz in Bezug gestellt zu „werteorientierte Führung“ ist es schon wert, mal kurz darüber nachzudenken.

Vertrauen – dem Mitarbeiter Vertrauen zu geben, anstatt ständig das Vertrauen des Mitarbeiters einklagen zu müssen.

Offenheit – dem Mitarbeiter das Gefühl eines offenen Ohres zu geben, anstatt sich immer Gehör verschaffen zu müssen

Wertschätzung – dem Mitarbeiter aufzuzeigen, wie wertvoll er für die Abteilung und das Unternehmen ist, anstatt sich selber über Statussymbole deklarieren zu müssen.

Nur ein paar wenige Impulse – gerne für Sie gegeben!

Ethische Kompetenz

Führung beinhaltet die immaterielle Dimension und somit die Dimension der Ethik. Wahre Führung ist daher auch immer ethische Führung. Ein Grundproblem unserer Zeit ist, dass sich häufig alle Entscheidungen und Interessen der Führung auf materielle Vorteile und Macht konzentrieren, und die wahre Überzeugung der Verantwortung und Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft verloren gegangen ist.

Die Ethik untersucht, was wertvoll ist und beschreibt ein Wertesystem, mit dem wir das Leben, die Welt und somit auch ein Unternehmen regeln. Dies geschieht auf jeden Fall – ob nun bewusst oder unbewusst.

Die werteorientierte Führung macht den Stellenwert von Werten deutlich. Ethik ist wichtig, und die Wirtschaft muss neben der Ökonomie zu diesem Thema zurückfinden!