Auch mal entspannt über Fehler reden!

Schnappatmung. Hoher Puls. Rotes Gesicht. Laune auf dem Tiefpunkt. Die stärksten negativen Schwingungen bekommt ein Mitarbeiter wohl dann zu spüren, wenn etwas schiefgelaufen ist. Die Kommunikation wird entweder lauter oder wird komplett eingestellt – und auch das Vokabular verändert sich.

Und wenn Sie Mitarbeiter nach ihrer größten Angst befragen, wird eine Antwort sicherlich sehr weit oben im Ranking stehen: „Ich habe Angst vor Fehlern!“

Und als Führungskraft darf ich mir auch ruhig mal die Frage stellen, ob meine Jubelphase bei einer gelungenen Aktion ebenso lang und intensiv ist, wie in der oben beschriebenen „Phase rot“!?

Auch mal entspannt über Fehler reden – Fehler dürfen gemacht werden! Sie sind immerhin eine Chance für den zukünftigen Erfolg. Sehen Sie Fehler als Teil des Verbesserungsprozesses.

Auch mal entspannt über Fehler reden – tiefentspannt. Die innere Mitte gefunden haben und eine große Portion Verständnis mit Ketchup aufbringen.

Menschen machen Fehler. Wo gearbeitet wird passieren Fehler. Je mehr wir arbeiten, desto mehr Fehler machen wir. Alles bekannte Sprüche und Aussagen, die sicherlich jede Führungskraft kennt. Einfache Weisheiten, die es zu beherzigen gilt.

Sinn Macht Erfolg

Diese Kombination von Begriffen ist kein Zufallsprodukt, es umreißt die Kernthemen von Führungskräften und Mitarbeitern, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen.

Wer bereit ist, Führung zu übernehmen und Verantwortung zu tragen, verbindet damit in der Regel auch den Anspruch einen Sinn in seiner Arbeit zu sehen, in irgendeiner Form Macht auszuüben und Erfolg zu haben.

Die Attraktivität dieser Ziele übt auf Menschen eine motivierende Wirkung aus.

Da aber die Möglichkeiten, Macht, Erfolg und Sinn zu empfinden sehr verschieden sind, können sie auch in sehr unterschiedlicher Weise Motivation herstellen.

Was motiviert Sie? Sinn? Macht? Erfolg?

Teamplayer

Der perfekte Chef spielt im Team. Das ist dann mit „Wir“ gemeint – der „perfekte“ Chef ist ein Teamspieler. Wenn manche behaupten, geniale Leistungen sind nur von einzelnen Menschen erschaffen worden, so vergessen sie das Jahrhundert, in dem dies geschah oder befinden sich im Bereich der Kunst,

Bei dem Kunstwerk Unternehmen werden im 21. Jahrhundert nur Teams gewinnen. Das war aber auch schon in den letzten Jahrhunderten so. Die Mondlandung war nicht das Werk eines einzelnen Menschen, sondern das Werk mehrerer tausend Ingenieure, auch wenn die visionäre Kraft eines Wernher von Braun dahinter stand. Alleine hätte er es niemals geschafft.

Haben Sie wirklich den Ehrgeiz alles alleine machen so wollen – vielleicht sogar den Drang es zu müssen? Dann überdenken Sie Ihre Grundhaltung – zum Wohle Ihres Unternehmens und zum Wohle Ihrer Gesundheit!

Motivation durch Befriedigung menschlicher Bedürfnisse

Mitarbeitermotivation kann so einfach sein. Da bedarf es keiner großen Incentive-Programme oder dem „dicken Scheck“ zu Weihnachten (okay, ganz unwichtig sind diese Dinge nun auch nicht). Aber die Motivation im Arbeitsalltag kann nicht abhängig sein von einmal jährlich wiederkehrenden Geschenken der Geschäftsleitung.

Jeder Mitarbeiter hat gewisse Grundbedürfnisse. Wenn diese erkannt und bedient werden, motiviert sich der Mitarbeiter selber.

1. Das Bedürfnis, gute Arbeit zu leisten
Der Mitarbeiter muss nicht mit „psychologischen Tricks“ motiviert werden. Er/Sie hat selber Lust, sich mit interessanten Aufgaben zu beschäftigen, anspruchsvolle aber erreichbare Ziele zu verfolgen oder eben einfach Wichtiges zu tun.

2. Die Lust, sich in eine Gemeinschaft zu integrieren
Der Mensch ist in seiner Grundausrichtung ein soziales Wesen. Wir brauchen die Gesellschaft, wollen uns austauschen und möchten uns in gewisser Weise auch am Arbeitsplatz anerkannt und geborgen fühlen.

3. Der Wunsch nach Individualität
Der Mitarbeiter möchte sich auch als Individuum von anderen abgrenzen können und Entscheidungen alleine treffen. Er sehnt sich geradezu danach, ganz allein auf etwas stolz sein zu können, was ohne die Hilfe Anderer erreicht wurde. Und er möchte einen Bereich, den er so ausgestalten darf, wie es ihm persönlich am Besten gefällt.

Gehen Sie bewusst mit diesen drei Grundbedürfnissen um – sie werden sehen, sie bekommen hochmotivierte Mitarbeiter!