Führungsstil Glaubwürdigkeit – Part I

Ihre Glaubwürdigkeit ist ein gutes Instrument um Mitarbeiter zu guten Leistungen zu motivieren. Und auch die Durchsetzung von vielleicht ungeliebten oder unbequemen Anweisungen ist für eine als glaubwürdig angesehene Führungskraft einfacher.

Nun sollten Sie nicht versuchen um jeden Preis glaubwürdiger zu erscheinen – denn Schein kann trügen und wird irgendwann entlarvt. Sie sollten glaubwürdiges Handeln in den Mittelpunkt Ihrer Führungstätigkeit stellen!

Schritt 1 zur Glaubwürdigkeit – konsequentes Handeln

Ihre Mitarbeiter können erwarten, dass Sie Ihre Versprechen und eingegangene Verpflichtungen auch einhalten. Und auch, dass Ihre Aussagen und Ihr Handeln übereinstimmen. Das darf sicherlich nicht bedeuten, dass Sie Ihre Meinung, Ihre Pläne und Ihre Ziele nicht überdenken dürfen, allerdings sollte dies auch klar kommuniziert werden.

Das muss in kleinen Dingen wie Terminabsprachen genauso Gültigkeit haben, wie in der konsequenten Vermittlung von eigenen Leitbildern und der festgelegten Unternehmenskultur. Es zeugt von Inkonsequenz und Unglaubwürdigkeit, wenn Sie von Ihren Mitarbeitern Teamarbeit einfordern, selber aber relevante Entscheidungen ohne jegliche Rücksprache mit Ihrem Team treffen.

Schritt 2 – Berechenbarkeit am 22.01.2015 hier im Blog

Teamplayer

Der perfekte Chef spielt im Team. Das ist dann mit „Wir“ gemeint – der „perfekte“ Chef ist ein Teamspieler. Wenn manche behaupten, geniale Leistungen sind nur von einzelnen Menschen erschaffen worden, so vergessen sie das Jahrhundert, in dem dies geschah oder befinden sich im Bereich der Kunst,

Bei dem Kunstwerk Unternehmen werden im 21. Jahrhundert nur Teams gewinnen. Das war aber auch schon in den letzten Jahrhunderten so. Die Mondlandung war nicht das Werk eines einzelnen Menschen, sondern das Werk mehrerer tausend Ingenieure, auch wenn die visionäre Kraft eines Wernher von Braun dahinter stand. Alleine hätte er es niemals geschafft.

Haben Sie wirklich den Ehrgeiz alles alleine machen so wollen – vielleicht sogar den Drang es zu müssen? Dann überdenken Sie Ihre Grundhaltung – zum Wohle Ihres Unternehmens und zum Wohle Ihrer Gesundheit!

Geben ist seliger als nehmen…

“Geben ist seliger als nehmen.” – heißt es schon im neuen Testament. Das geben (zu können) glücklicher machen könnte, als vorzugsweise nehmen (zu müssen), gar zu raffen, ist auch ohne Religion oder Wissenschaft recht offensichtlich. Aber im Kontext von Arbeitsalltag und Wirtschaftsleben? Da wird die Betrachtung und Beschäftigung durchaus spannend.

Kriegen wir nicht ständig gepredigt, dass die Eigennutzenmaximierung eine der beiden Säulen unserer Wirtschaft wäre? Und sind nicht diejenigen erfolgreicher, die Ihr Ego aufblasen und es vorne an stellen?

„Geben ist seliger als nehmen“ – dieser kleine Satz in Bezug gestellt zu „werteorientierte Führung“ ist es schon wert, mal kurz darüber nachzudenken.

Vertrauen – dem Mitarbeiter Vertrauen zu geben, anstatt ständig das Vertrauen des Mitarbeiters einklagen zu müssen.

Offenheit – dem Mitarbeiter das Gefühl eines offenen Ohres zu geben, anstatt sich immer Gehör verschaffen zu müssen

Wertschätzung – dem Mitarbeiter aufzuzeigen, wie wertvoll er für die Abteilung und das Unternehmen ist, anstatt sich selber über Statussymbole deklarieren zu müssen.

Nur ein paar wenige Impulse – gerne für Sie gegeben!

Ethische Kompetenz

Führung beinhaltet die immaterielle Dimension und somit die Dimension der Ethik. Wahre Führung ist daher auch immer ethische Führung. Ein Grundproblem unserer Zeit ist, dass sich häufig alle Entscheidungen und Interessen der Führung auf materielle Vorteile und Macht konzentrieren, und die wahre Überzeugung der Verantwortung und Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft verloren gegangen ist.

Die Ethik untersucht, was wertvoll ist und beschreibt ein Wertesystem, mit dem wir das Leben, die Welt und somit auch ein Unternehmen regeln. Dies geschieht auf jeden Fall – ob nun bewusst oder unbewusst.

Die werteorientierte Führung macht den Stellenwert von Werten deutlich. Ethik ist wichtig, und die Wirtschaft muss neben der Ökonomie zu diesem Thema zurückfinden!

… und an all die Geschichten denken, dir wir hätten erzählen können.

Julia Engelmann hat mit ihrem Poetry-Slam den Nerv der Zeit getroffen, über 5 Millionen Klicks auf Youtube zeigen dies deutlich.
Und auch hier geht es irgendwie um Führung – um die Führung seines eigenen Lebens. Um verpasste Chancen und ein zu spätes drüber nachdenken.

… und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können. Ob in der Personalführung oder im „Sich-selber-führen“ – es geht um die Geschichten, die das Leben zu schreiben weiß. Um die Geschichten, die das Leben interessant machen. Um die Geschichten, die eine Führungskraft persönlich und sympatisch machen. Authentisch eben.

Lassen Sie ihre Mitarbeiter teilhaben an Ihren Geschichten – so werden Sie ein positiver Teil der Geschichten Ihrer Mitarbeiter, und die Mitarbeiter ein positiver Teil der Geschichte Ihres Unternehmens.

Und irgendwann werden wir alt sein, und an all die Geschichten denken, die wir wirklich er-lebt haben.

 

Wann kann Coaching erfolgreich sein?

Coaching ist gerade für Neueinsteiger eine seltsame Sache – und meist funktioniert Coaching dann auch irgendwie nicht. Zumindest haben viele Führungskräfte diesen subjektiven Eindruck. Coaching ist eben mehr als das Lesen von Zeitschriften und Büchern und das Besuchen von unzähligen Coaching-Seminaren.

Coaching fängt für mich da an, wo die Bücher, Zeitschriften und Seminare aufhören – in der persönlichen Begleitung des Umsetzungsprozesses.

Aussagen wie „Das habe ich doch schon alles gemacht“, „Hilft mir auch nicht weiter“ oder „Das ist nicht mein Problem“ zeugen davon, dass die Theorie wohl sitzt und auch ein Veränderungsprozess als notwendig erachtet wird. Aber in der praktischen Umsetzung braucht es eben individuelle und vor allem alltagstaugliche Tipps und Ratschläge. Und die bekommt man nicht aus Zeitschriften, Büchern oder Seminaren – die sind nur im Arbeitsalltag zu haben.

Deshalb nocheinmal – für mich fängt Coaching in der Begleitung des Umsetzungsprozesses erst richtig an!