Führungsstil Glaubwürdigkeit – Part I

Ihre Glaubwürdigkeit ist ein gutes Instrument um Mitarbeiter zu guten Leistungen zu motivieren. Und auch die Durchsetzung von vielleicht ungeliebten oder unbequemen Anweisungen ist für eine als glaubwürdig angesehene Führungskraft einfacher.

Nun sollten Sie nicht versuchen um jeden Preis glaubwürdiger zu erscheinen – denn Schein kann trügen und wird irgendwann entlarvt. Sie sollten glaubwürdiges Handeln in den Mittelpunkt Ihrer Führungstätigkeit stellen!

Schritt 1 zur Glaubwürdigkeit – konsequentes Handeln

Ihre Mitarbeiter können erwarten, dass Sie Ihre Versprechen und eingegangene Verpflichtungen auch einhalten. Und auch, dass Ihre Aussagen und Ihr Handeln übereinstimmen. Das darf sicherlich nicht bedeuten, dass Sie Ihre Meinung, Ihre Pläne und Ihre Ziele nicht überdenken dürfen, allerdings sollte dies auch klar kommuniziert werden.

Das muss in kleinen Dingen wie Terminabsprachen genauso Gültigkeit haben, wie in der konsequenten Vermittlung von eigenen Leitbildern und der festgelegten Unternehmenskultur. Es zeugt von Inkonsequenz und Unglaubwürdigkeit, wenn Sie von Ihren Mitarbeitern Teamarbeit einfordern, selber aber relevante Entscheidungen ohne jegliche Rücksprache mit Ihrem Team treffen.

Schritt 2 – Berechenbarkeit am 22.01.2015 hier im Blog

Der Sinn des Lebens

Haben Sie in paar Augenblicke Zeit? Nein, nicht nur um hier ein paar Zeilen zu lesen. Sie sollen sich selber mal Gedanken machen – nicht über neue Fragestellungen, über Altbekanntes. Über Fragen, die Sie in Ihrem Leben sicherlich schon oft beschäftigt haben.

Aber heute soll es mal nicht um den Sinn Ihres Lebens im Allgemeinen gehen, sondern um den Sinn Ihres Führungskräftedaseins…

Auch hier kann man die zentralen Fragen unseres Lebens stellen:

  • Was empfinde ich in meiner Arbeit als sinnvoll?
  • Welche Werte sind mir in meiner Führungsverantwortung wichtig – und nach welchen Werten bin ich bereit zu leben?
  • Was will ich als Führungskraft erreichen?

Erinnern Sie sich mal zurück an schöne Situationen innerhalb Ihres Teams oder Ihrer Abteilung? Gibt Ihnen das nicht heute auch noch Sinn und Motivation?

Was konnten Sie in der Vergangenheit gestalten, schaffen und erreichen? Womit haben Sie die Welt verändert?

Und welche Grundeinstellung haben Sie zu den positiven und auch den negativen Erfahrungen innerhalb Ihres Führungskräfte-Lebens?

Sie denken jetzt bestimmt „so viele Fragezeichen“ – und keine Antworten! Aber genau so ist es beabsichtigt, versuchen Sie die Fragen mal ehrlich zu beantworten, nehmen Sie sich heute, morgen oder übermorgen mal ein paar Minuten Zeit. Ich bin mir sicher, sie werden an vielen Stationen Ihres Lebens vorbeikommen, werden aus den positiven Erlebnissen neuen Mut schöpfen und aus den negativen Dingen abermals Ihre Schlüsse ziehen.

Und diese Arbeit kann Ihnen niemand abnehmen, das müssen Sie selber leisten. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

Ich träume von einem Unternehmen

Ich träume von einem Unternehmen
in dem einer dem anderen hilft,
in dem jeder weiß, dass er gebraucht wird,
und weiß, dass er wichtig ist.

Ich träume von einem Unternehmen,
in dem Platz ist für alle,
für die Starken und für die Schwachen,
für die Jugendlichen und für die Älteren,
und auch für die, die momentan nichts leisten können,
die vielleicht müde sind und resignieren.

Ich träume von einem Unternehmen,
in dem jeder mit jedem redet,
in dem Konflikte fair ausgetragen werden,
in dem Mutlose ein offenes Ohr finden,
und in dem Einsame Freunde finden,
in dem es keinen gibt, der nicht verstanden wird,
in dem jeder sich freut, dazuzugehören.

Ich träume von einem Unternehmen,
in dem die Werte und die Führungskultur so vermittelt wird,
dass es den Menschen hilft zu leben und zu arbeiten,
in dem Mitarbeiter so begeistert sind,
dass sie anderen davon erzählen,
in dem Mitarbeiter an den gemeinsamen Erfolg glauben,
weil sie das gemeinsame Ziel mitgestalten konnten.

Ich glaube an diesen Traum!

Teamplayer

Der perfekte Chef spielt im Team. Das ist dann mit „Wir“ gemeint – der „perfekte“ Chef ist ein Teamspieler. Wenn manche behaupten, geniale Leistungen sind nur von einzelnen Menschen erschaffen worden, so vergessen sie das Jahrhundert, in dem dies geschah oder befinden sich im Bereich der Kunst,

Bei dem Kunstwerk Unternehmen werden im 21. Jahrhundert nur Teams gewinnen. Das war aber auch schon in den letzten Jahrhunderten so. Die Mondlandung war nicht das Werk eines einzelnen Menschen, sondern das Werk mehrerer tausend Ingenieure, auch wenn die visionäre Kraft eines Wernher von Braun dahinter stand. Alleine hätte er es niemals geschafft.

Haben Sie wirklich den Ehrgeiz alles alleine machen so wollen – vielleicht sogar den Drang es zu müssen? Dann überdenken Sie Ihre Grundhaltung – zum Wohle Ihres Unternehmens und zum Wohle Ihrer Gesundheit!

Hauptsache Erfolg – egal wie!?

Nein, ein Augenschmaus war das WM-Achtelfinale zwischen Deutschland und Algerien nicht. Und schon bricht eine Diskussion los. Auf allen sozialen Netzwerken und sicherlich auch an der Tankstelle und in der Eckkneipe. Muss Fussball immer schön sein? Oder Hauptsache erfolgreich? Auf jeden Fall ein Sieg! Aber egal wie?

Eins ist sicher, sollte sich die deutsche Nationalmannschaft weiter so durch das Turnier spielen und vielleicht sogar Weltmeister werden, wir wären stolz auf diese Mannschaft (sogar die heute noch sehr kritisch fragenden Fernsehreporter).

Was sind denn nun die Erfolgsfaktoren im Spiel mit der runden, bunten Kugel? Joachim Löw hat das gestern im Interview sehr schön auf den Punkt gebracht – unbedingter Wille, Willenskraft und der Glaube an sich selbst.

Spiegeln wir diese Gedanken nun einmal auf das Unternehmertum, auf unsere Funktion als Führungskraft.

Unbedingter Wille – ich will etwas erreichen, ich habe ein klares Ziel vor Augen und ich werde es erreichen!

Willenskraft – auch wenn es mal nicht ganz so rund läuft und meine Taktik nicht aufgeht. Ich gebe nicht auf, ich werde das Ziel erreichen!

Glaube an sich selbst – ich habe den Mut, mich auch mal weit aus meinem angestammten Bereich heraus zu bewegen. Bestes Beispiel: Manuel Neuer als Libero hinter der Abwehr anstatt Torwart auf der Linie. Sicherlich, das hätte auch mal schiefgehen können. Ist es aber nicht – weil er an sich glaubt.

Glaube an sich selbst – ich bin im Besitz aller Werkzeuge, die ich für eine erfolgreiche Führungsarbeit benötige.

Und ja, man darf auch mal Fehler machen! So wie Thomas Müller beim Freistoß – einfach mal stolpern. Warum auch nicht!

Und wenn wir schon beim Thema Fußball sind – spielen Sie auch mal Doppelpass mit Ihren Mitarbeitern! Sie werden sehen, dass auch von dort sehr gute Vorlagen und Pässe kommen werden!

Ethische Kompetenz

Führung beinhaltet die immaterielle Dimension und somit die Dimension der Ethik. Wahre Führung ist daher auch immer ethische Führung. Ein Grundproblem unserer Zeit ist, dass sich häufig alle Entscheidungen und Interessen der Führung auf materielle Vorteile und Macht konzentrieren, und die wahre Überzeugung der Verantwortung und Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft verloren gegangen ist.

Die Ethik untersucht, was wertvoll ist und beschreibt ein Wertesystem, mit dem wir das Leben, die Welt und somit auch ein Unternehmen regeln. Dies geschieht auf jeden Fall – ob nun bewusst oder unbewusst.

Die werteorientierte Führung macht den Stellenwert von Werten deutlich. Ethik ist wichtig, und die Wirtschaft muss neben der Ökonomie zu diesem Thema zurückfinden!

Der perfekte Chef… weiß, dass es keinen perfekten Chef gibt

Es ist daher durchaus verwunderlich, dass immer noch viele Chefs meinen, dass sie perfekt sind – oder sein müssen. Eine solche Fehleinschätzung (um mal nicht gleich von einer großen Selbstüberschätzung zu sprechen), führt im Führungsalltag letztlich zu Arroganz und zu einem Stillstand an Wachstum. Und dies sowohl im persönlichen Bereich wie auch unternehmerisch.

Der perfekte Chef verbessert sich ständig (und das geht nur, wenn man weiß, dass man nicht perfekt ist!). Darin liegt die Größe eines wirklich perfekten Chefs. Er nutzt die Kenntnis seiner Fehler, die Reflektion seiner „Niederlagen“ für die persönliche Weiterentwicklung. Gute Führungspersönlichkeiten entwickeln sich aus genau diesem Grund immer weiter. Sie sind nicht der Meinung „jemand zu sein“, sondern sind sich bewusst, dass sie/er „jemand ist, der wird“. Und das mit jedem neuen Tag auf´s Neue!

Wann kann Coaching erfolgreich sein?

Coaching ist gerade für Neueinsteiger eine seltsame Sache – und meist funktioniert Coaching dann auch irgendwie nicht. Zumindest haben viele Führungskräfte diesen subjektiven Eindruck. Coaching ist eben mehr als das Lesen von Zeitschriften und Büchern und das Besuchen von unzähligen Coaching-Seminaren.

Coaching fängt für mich da an, wo die Bücher, Zeitschriften und Seminare aufhören – in der persönlichen Begleitung des Umsetzungsprozesses.

Aussagen wie „Das habe ich doch schon alles gemacht“, „Hilft mir auch nicht weiter“ oder „Das ist nicht mein Problem“ zeugen davon, dass die Theorie wohl sitzt und auch ein Veränderungsprozess als notwendig erachtet wird. Aber in der praktischen Umsetzung braucht es eben individuelle und vor allem alltagstaugliche Tipps und Ratschläge. Und die bekommt man nicht aus Zeitschriften, Büchern oder Seminaren – die sind nur im Arbeitsalltag zu haben.

Deshalb nocheinmal – für mich fängt Coaching in der Begleitung des Umsetzungsprozesses erst richtig an!

Zukunft gestalten

„Jeder Mensch braucht … nicht nur Wissen, sondern er braucht auch Kreativität; er muss lernen, eigene Einfälle zu haben, Dinge zu tun, die man ihm nicht beigebracht hat. Man muss ihm eine Haltung vermitteln, selbst Lösungen zu finden“. (Robert Jungk)
 
Mit der Haltung, auf der Basis von Wissen und Kreativität eigene Visionen zu entwickeln, Ziele zu formulieren und selbst Lösungen zu finden, beschreibt Robert Jungk ein zentrales demokratisches Moment: es geht um eine aktive Gestaltung und partizipative Mitgestaltung von Veränderungs- und Wandlungsprozessen – sei es bezogen auf das eigene Leben, auf das Zusammenleben mit anderen, auf Angelegenheiten in der Gemeinde, im Stadtteil oder in Organisationen unterschiedlichster Art – oder eben in Unternehmen.

Im Rahmen von Zukunftswerkstätten wird die Beteiligung und aktive Mitgestaltung aller Teilnehmenden an persönlichen wie auch gemeinsamen Angelegenheiten ermöglicht, wobei Betroffene zu aktiv Beteiligten gemacht werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zu aktiven Mitgestaltern des Unternehmens und des Unternehmensalltags. Sie sind die Experten ihrer eigenen und gemeinsamen Anliegen, die auf der Basis ihres Wissens, ihrer Vorstellungen und ihrer Ideen selbständig und gemeinsam mit anderen Visionen und Ziele entwickeln, Zukünfte planen, Projekte entwickeln und aktiv umsetzen können.

Und dies geschieht nicht in individueller Einzelarbeit; vielmehr sind Abstimmungs- und Einigungsprozesse erforderlich, durch die ein demokratisches Aushandeln und Kooperieren der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forciert wird. Teamarbeit und Kooperation bilden somit ein wichtiges Element dieses Verfahren. Darüber hinaus wird durch die Anwendung solcher Partizipationsverfahren die individuelle und kollektive Verantwortung der Beteiligten gestärkt, da sie nicht nur an der Umsetzung der Vorgaben anderer beteiligt werden, sondern selbst Ideen entwickeln, Ziele setzen, planen und umsetzen können. Die Einbeziehung in den gesamten Prozess führt zu einer hohen Identifikation mit den Ergebnissen. Das motiviert dazu, auch nach dem Ende der Werkstätten aktiv zu bleiben und sich an der Umsetzung der Ergebnisse zu beteiligen.

Die drei Phasen der Zukunftswerkstatt werden hier beschrieben

Der perfekte Chef – die perfekte Chefin

… macht Fehler!

Jeder Mensch macht Fehler, denn Menschen sind nun einmal nicht perfekt. Doch es sind genau diese kleinen Fehler, die den Menschen liebenswert machen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass wir unsere Fehler kennen und aus dieser Kenntnis heraus Wege finden, wie diese Fehler frühzeitig behoben werden können.

Denn Fehler richtig verstanden zu haben und daraus die richtigen Schlüsse und Verhaltensänderungen abgeleitet zu haben, führt schlussendlich zu einer Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und zur Weiterentwicklung des Unternehmens.

Seien Sie “perfekt” – machen Sie Fehler!