Auch mal entspannt über Fehler reden!

Schnappatmung. Hoher Puls. Rotes Gesicht. Laune auf dem Tiefpunkt. Die stärksten negativen Schwingungen bekommt ein Mitarbeiter wohl dann zu spüren, wenn etwas schiefgelaufen ist. Die Kommunikation wird entweder lauter oder wird komplett eingestellt – und auch das Vokabular verändert sich.

Und wenn Sie Mitarbeiter nach ihrer größten Angst befragen, wird eine Antwort sicherlich sehr weit oben im Ranking stehen: „Ich habe Angst vor Fehlern!“

Und als Führungskraft darf ich mir auch ruhig mal die Frage stellen, ob meine Jubelphase bei einer gelungenen Aktion ebenso lang und intensiv ist, wie in der oben beschriebenen „Phase rot“!?

Auch mal entspannt über Fehler reden – Fehler dürfen gemacht werden! Sie sind immerhin eine Chance für den zukünftigen Erfolg. Sehen Sie Fehler als Teil des Verbesserungsprozesses.

Auch mal entspannt über Fehler reden – tiefentspannt. Die innere Mitte gefunden haben und eine große Portion Verständnis mit Ketchup aufbringen.

Menschen machen Fehler. Wo gearbeitet wird passieren Fehler. Je mehr wir arbeiten, desto mehr Fehler machen wir. Alles bekannte Sprüche und Aussagen, die sicherlich jede Führungskraft kennt. Einfache Weisheiten, die es zu beherzigen gilt.

Der Sinn des Lebens

Haben Sie in paar Augenblicke Zeit? Nein, nicht nur um hier ein paar Zeilen zu lesen. Sie sollen sich selber mal Gedanken machen – nicht über neue Fragestellungen, über Altbekanntes. Über Fragen, die Sie in Ihrem Leben sicherlich schon oft beschäftigt haben.

Aber heute soll es mal nicht um den Sinn Ihres Lebens im Allgemeinen gehen, sondern um den Sinn Ihres Führungskräftedaseins…

Auch hier kann man die zentralen Fragen unseres Lebens stellen:

  • Was empfinde ich in meiner Arbeit als sinnvoll?
  • Welche Werte sind mir in meiner Führungsverantwortung wichtig – und nach welchen Werten bin ich bereit zu leben?
  • Was will ich als Führungskraft erreichen?

Erinnern Sie sich mal zurück an schöne Situationen innerhalb Ihres Teams oder Ihrer Abteilung? Gibt Ihnen das nicht heute auch noch Sinn und Motivation?

Was konnten Sie in der Vergangenheit gestalten, schaffen und erreichen? Womit haben Sie die Welt verändert?

Und welche Grundeinstellung haben Sie zu den positiven und auch den negativen Erfahrungen innerhalb Ihres Führungskräfte-Lebens?

Sie denken jetzt bestimmt „so viele Fragezeichen“ – und keine Antworten! Aber genau so ist es beabsichtigt, versuchen Sie die Fragen mal ehrlich zu beantworten, nehmen Sie sich heute, morgen oder übermorgen mal ein paar Minuten Zeit. Ich bin mir sicher, sie werden an vielen Stationen Ihres Lebens vorbeikommen, werden aus den positiven Erlebnissen neuen Mut schöpfen und aus den negativen Dingen abermals Ihre Schlüsse ziehen.

Und diese Arbeit kann Ihnen niemand abnehmen, das müssen Sie selber leisten. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

Miteinander

Heutzutage, so hören wir immer wieder, sei es wichtiger als je zuvor, zusammenzuarbeiten, sich zu vernetzen, Synergieeffekte zu nutzen, Teamgeist zu beweisen…

Heutzutage? Wichtiger als je zuvor?

Grundfalsch, denn: Das Miteinander war zu allen Zeiten wichtig. Goldrichtig, denn: Das Miteinander wird heute nicht mehr befohlen. In offenen Unternehmensstrukturen ist Eigeninitiative an die Stelle des Gehorsams getreten.

Unternehmensphilosophie – heutzutage ist es modern, von „Unternehmensphilosophie“ zu reden – für Philosophen ist dies übrigens reines Wortgeklingel. Dabei gibt es sie tatsächlich, die Berührungen von Philosophie und Management. Dort wo philosophische Einsichten konsequent im Unternehmensalltag umgesetzt werden.

Wenn aus der Philosophie heraus, aus der Mission und Vision eines Unternehmens, Strukturen geschaffen werden, die diese Einsichten und Werte mit Leben erfüllen, die Zusammenhalt, Zusammenarbeit und gegenseitige Wertschätzung fordern und fördern – dann ist das gutes Management.

Miteinander – nicht weil es modern ist, sondern weil alles in unserer Welt auf dem Miteinander aufbaut.

Darum fordert die „Philosophie des Miteinanders“ eine klare Konsequenz: sich mit vollem Einsatz ganz den gemeinsamen Aufgaben zu widmen und mit beiden Händen zuzupacken – Halbheiten führen nicht weiter, denn „Mit einer Hand läßt sich kein Knoten knüpfen“.